Otto KRESTEN


„Staatsempfänge” im Kaiserpalast von Konstantinopel um die Mitte des 10. Jahrhunderts

Beobachtungen zu Kapitel II 15 des sogenannten Zeremonienbuchs



ISBN 978-3-7001-2863-2
Print Edition

Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse 670 
  64 Seiten 24x15cm, broschiert
€  13,95   

Kap. II 15 des im Auftrag und unter Anleitung des Kaisers Konstantinos VII. Prophyrogennentos (959) kompilierten „Zeremonienbuches” enthält – nach einer kurzen allgemeinen Einleitung zum Zeremoniell von Staatsempfängen am byzantinischen Kaiserhofe – genaue zeitgenössische Protokolle zu verschiedenen Empfängen, die in Konstantinopel im Jahre 946 für mehrere muslimische Gesandtschaften gegeben worden waren, die im Auftrag des Herrschers (amir) von Ägypten, al-Ihsid Muhammad b. Tugg, und – nach dessen Tod – im Auftrage von Sayfaddawla von Aleppo mit dem byzantinischen Kaiser in der Angelegenheit eines Friedensschlusses und eines Gefangenenaustausches verhandelt bzw. (947) als Emissäre des Kalifen Abdarrahman III. von Cordoba zwischenstaatliche Fragen diskutierten. Da in direktem Anschluß an diese Protokollnotizen der „Staatsbesuch” der Prinzessin Ol’ga von Kiev in der Hauptstadt des byzantinischen Reiches beschrieben wird, ist es klar, daß auch dieses Ereignis mit Sicherheit in das Jahr 946 (und nicht in das Jahr 957, wie der größte Teil der älteren Forschung annahm) zu datieren ist. Dieser Konstantinopel-Aufenthalt der Kiever Fürstin ist im übrigen nicht mir ihrem Übertritt zum christlichen Glauben in Verbindung zu bringen, sondern diente aller Wahrscheinlichkeit nach vor allem Fragen eines byzantinisch-russischen Handelsabkommens.
Die korrekte chronologische Einordnung der in Kap. II 15 des „Zeremonienbuches” festgehaltenen Ereignisse ermöglicht es uns, die diplomatische Mission an den byzantinischen Kaiserhof, die der spätere Bischof Liudprand von Cremona im Auftrag des Berengar von Ivrea unternahm, auf die Zeit September 948/Pfingsten 949 (nicht 949/950, wie bisher behauptet) zu datieren.
In einem Anhang werden abschließend verschiedene textkritische Probleme des untersuchten Kapitels des „Zeremonienbuchs” diskutiert.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

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Kap. II 15 des im Auftrag und unter Anleitung des Kaisers Konstantinos VII. Prophyrogennentos (959) kompilierten „Zeremonienbuches” enthält – nach einer kurzen allgemeinen Einleitung zum Zeremoniell von Staatsempfängen am byzantinischen Kaiserhofe – genaue zeitgenössische Protokolle zu verschiedenen Empfängen, die in Konstantinopel im Jahre 946 für mehrere muslimische Gesandtschaften gegeben worden waren, die im Auftrag des Herrschers (amir) von Ägypten, al-Ihsid Muhammad b. Tugg, und – nach dessen Tod – im Auftrage von Sayfaddawla von Aleppo mit dem byzantinischen Kaiser in der Angelegenheit eines Friedensschlusses und eines Gefangenenaustausches verhandelt bzw. (947) als Emissäre des Kalifen Abdarrahman III. von Cordoba zwischenstaatliche Fragen diskutierten. Da in direktem Anschluß an diese Protokollnotizen der „Staatsbesuch” der Prinzessin Ol’ga von Kiev in der Hauptstadt des byzantinischen Reiches beschrieben wird, ist es klar, daß auch dieses Ereignis mit Sicherheit in das Jahr 946 (und nicht in das Jahr 957, wie der größte Teil der älteren Forschung annahm) zu datieren ist. Dieser Konstantinopel-Aufenthalt der Kiever Fürstin ist im übrigen nicht mir ihrem Übertritt zum christlichen Glauben in Verbindung zu bringen, sondern diente aller Wahrscheinlichkeit nach vor allem Fragen eines byzantinisch-russischen Handelsabkommens.
Die korrekte chronologische Einordnung der in Kap. II 15 des „Zeremonienbuches” festgehaltenen Ereignisse ermöglicht es uns, die diplomatische Mission an den byzantinischen Kaiserhof, die der spätere Bischof Liudprand von Cremona im Auftrag des Berengar von Ivrea unternahm, auf die Zeit September 948/Pfingsten 949 (nicht 949/950, wie bisher behauptet) zu datieren.
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