Heinz FASSMANN - Josef KOHLBACHER - Ursula REEGER


Integration durch berufliche Mobilität?

Eine empirische Analyse der beruflichen Mobilität ausländischer Arbeitskräfte in Wien


Heinz Fassmann
ist Professor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung an der Universität Wien

Josef Kohlbacher
ist Mitarbeiter am Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien

Ursula Reeger
ist Mitarbeiterin am Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien



ISBN 978-3-7001-3039-0 Print Edition


2001  52 Seiten, 24x17cm, broschiert, ISR-Forschungsberichte 25
€  7,27    

Den Ausgangspunkt der Studie bildete die Frage, inwieweit es Zuwanderern unterschiedlicher nationaler Herkunft in Wien gelingt, im Verlauf ihrer beruflichen Tätigkeit einen Aufstieg und damit berufliche und soziale Integration zu realisieren. Die Rahmenbedingungen des österreichischen Arbeitsmarkts und die Bedeutung ethnischer Netzwerke für die Arbeitsmarktpositionierung von Migranten wurden ebenso untersucht wie die Effekte von Einflussfaktoren, wie nationale Herkunft, Geschlechtszugehörigkeit, Bildung, Deutschkenntnisse etc. Faktum ist, dass der Arbeitsmarkt verschiedenen Migrantengruppen unterschiedliche Karrierechancen zuweist. Die Deutschen sind die beruflich erfolgreichste Gruppe, gefolgt von den Polen. Am stärksten verharren die Türken im Segment der (Hilfs-)arbeiterpositionen. Etwas mobiler sind die Exjugoslawen. Eine besonders wichtige Rolle für die Arbeitsmarktintegration spielen das Bildungsniveau sowie die Deutschkenntnisse. Die einfache Formel „Je besser die Deutschkenntnisse, desto beruflich mobiler“ besitzt hohe Gültigkeit. Gute Deutschkenntnisse stellen einen Schlüsselfaktor für den Aufstieg in der beruflichen Hierarchie und die Arbeitsmarktintegration dar. Berufliche Aufstiege sind für Ausländer aber insgesamt selten. Die meisten beginnen ihre berufliche Tätigkeit in Österreich als Hilfsarbeiter oder angelernte Arbeiter und sind auch nach vielen Jahren noch als solche tätig. Fragt man die Migranten jedoch, ob sie damit zufrieden sind, dann erfährt man Überraschendes: Die Mehrheit ist mit ihrer beruflichen „Karriere“ – obwohl diese objektiv nicht feststellbar ist – doch zufrieden. Sie empfinden kleine und alltägliche Veränderungen – die von der besseren Behandlung durch Vorgesetzte bis hin zu mehr Kompetenz oder Einkommen reichen – als ausreichend. Dies begründet ihre Zufriedenheit mit dem Leben in Österreich und ihre Tendenz zum Dableiben.

The starting point for the study is the question of the extent to which immigrants to Vienna from different national origins succeed in advancing within their professional activity, thereby achieving professional and social integration. The conditions on the Austrian labour market and the importance of ethnic networks for the position of migrants on the labour market are examined, as are the effects of influences such as national origin, gender, education, knowledge of German, etc.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

It is a fact that the labour market gives different career opportunities to different groups of migrants. In professional terms, the Germans are the most successful group, followed by the Poles, while it is the Turks who remain most firmly within the sector of unskilled labour. The nationals of former Yugoslavia are somewhat more mobile. The level of education and knowledge of German play a particularly important role in labour market integration. "The better the knowledge of German, the more professionally mobile" is a formula with a high degree of validity. Good knowledge of German constitutes a key factor for advancement within the professional hierarchy and integration on the labour market. However, professional advancement is generally rare for foreigners. Most begin their professional activity in Austria as unskilled or semi-skilled labourers, and even after many years continue to be employed as such. However, if the migrants are asked whether they are satisfied, the answer is surprising; the majority are indeed satisfied with their professional "career" – although this cannot be ascertained objectively. They see small and everyday changes – ranging from better treatment by superiors to more responsibility or a higher income – as sufficient. This establishes their satisfaction with life in Austria and their tendency to remain here.

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Eine empirische Analyse der beruflichen Mobilität ausländischer Arbeitskräfte in Wien



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Heinz Fassmann
ist Professor für Angewandte Geographie, Raumforschung und Raumordnung an der Universität Wien

Josef Kohlbacher
ist Mitarbeiter am Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien

Ursula Reeger
ist Mitarbeiterin am Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien

Den Ausgangspunkt der Studie bildete die Frage, inwieweit es Zuwanderern unterschiedlicher nationaler Herkunft in Wien gelingt, im Verlauf ihrer beruflichen Tätigkeit einen Aufstieg und damit berufliche und soziale Integration zu realisieren. Die Rahmenbedingungen des österreichischen Arbeitsmarkts und die Bedeutung ethnischer Netzwerke für die Arbeitsmarktpositionierung von Migranten wurden ebenso untersucht wie die Effekte von Einflussfaktoren, wie nationale Herkunft, Geschlechtszugehörigkeit, Bildung, Deutschkenntnisse etc. Faktum ist, dass der Arbeitsmarkt verschiedenen Migrantengruppen unterschiedliche Karrierechancen zuweist. Die Deutschen sind die beruflich erfolgreichste Gruppe, gefolgt von den Polen. Am stärksten verharren die Türken im Segment der (Hilfs-)arbeiterpositionen. Etwas mobiler sind die Exjugoslawen. Eine besonders wichtige Rolle für die Arbeitsmarktintegration spielen das Bildungsniveau sowie die Deutschkenntnisse. Die einfache Formel „Je besser die Deutschkenntnisse, desto beruflich mobiler“ besitzt hohe Gültigkeit. Gute Deutschkenntnisse stellen einen Schlüsselfaktor für den Aufstieg in der beruflichen Hierarchie und die Arbeitsmarktintegration dar. Berufliche Aufstiege sind für Ausländer aber insgesamt selten. Die meisten beginnen ihre berufliche Tätigkeit in Österreich als Hilfsarbeiter oder angelernte Arbeiter und sind auch nach vielen Jahren noch als solche tätig. Fragt man die Migranten jedoch, ob sie damit zufrieden sind, dann erfährt man Überraschendes: Die Mehrheit ist mit ihrer beruflichen „Karriere“ – obwohl diese objektiv nicht feststellbar ist – doch zufrieden. Sie empfinden kleine und alltägliche Veränderungen – die von der besseren Behandlung durch Vorgesetzte bis hin zu mehr Kompetenz oder Einkommen reichen – als ausreichend. Dies begründet ihre Zufriedenheit mit dem Leben in Österreich und ihre Tendenz zum Dableiben.

The starting point for the study is the question of the extent to which immigrants to Vienna from different national origins succeed in advancing within their professional activity, thereby achieving professional and social integration. The conditions on the Austrian labour market and the importance of ethnic networks for the position of migrants on the labour market are examined, as are the effects of influences such as national origin, gender, education, knowledge of German, etc.

It is a fact that the labour market gives different career opportunities to different groups of migrants. In professional terms, the Germans are the most successful group, followed by the Poles, while it is the Turks who remain most firmly within the sector of unskilled labour. The nationals of former Yugoslavia are somewhat more mobile. The level of education and knowledge of German play a particularly important role in labour market integration. "The better the knowledge of German, the more professionally mobile" is a formula with a high degree of validity. Good knowledge of German constitutes a key factor for advancement within the professional hierarchy and integration on the labour market. However, professional advancement is generally rare for foreigners. Most begin their professional activity in Austria as unskilled or semi-skilled labourers, and even after many years continue to be employed as such. However, if the migrants are asked whether they are satisfied, the answer is surprising; the majority are indeed satisfied with their professional "career" – although this cannot be ascertained objectively. They see small and everyday changes – ranging from better treatment by superiors to more responsibility or a higher income – as sufficient. This establishes their satisfaction with life in Austria and their tendency to remain here.



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