Dietrich Schüller - Helmut Kowar


Mechanische Musikinstrumente 4:
Wiener Flötenwerke des Biedermeier

Szenen und Arien aus Opern
Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar



ISBN 978-3-7001-3274-5
Print Edition


2004  OEAW PHA CD 21, Audio CD und Booklet mit 16 Seiten, Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv 21
€  15,90–   
     

Dietrich Schüller
ist Leiter des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Helmut Kowar
ist Mitarbeiter des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Nach den Flötenuhren um 1800, dem Thema der vorhergehenden CD, werden nun hier die großen Flötenwerke der Biedermeierzeit vorgestellt.. Mit ihren zugehörigen Walzensammlungen dokumentieren diese Instrumente eine ganz ausgeprägte Vorliebe des damaligen Publikums für die Oper. Die Flötenwerke waren über das Niveau der zitatartigen kurzen Musikdarbietungen der kleinen Flötenuhr hinausgewachsen, mit einer Spieldauer von bis zu 4 ½ Minuten je Walze konnte man manche Arien zur Gänze abspielen oder längere Szenen – mit gewissen Kürzungen – bringen. Das Repertoire der typischen Wiener Flötenwerke des Biedermeier wird zunächst von Rossini beherrscht, daneben war beispielsweise auch noch Boieldieu sehr beliebt. Von den nachfolgenden Komponisten sind auf der CD Werke von Pacini, Bellini, Meyerbeer, Donizetti und Mercadante vertreten. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Bestiftung der Walzen nicht bloß eine mechanische Übernahme der Notenvorlage darstellt, sondern sich offensichtlich am gerade üblichen musikalischen Vortrag orientierte. Mit fließenden Übergängen, agogischen Freiheiten und Solokadenzen der Singstimmen in den Arien und Duetten überliefern die Flötenwerke die zeitgenössische Aufführungspraxis, wie sie kein Notentext mitteilen kann.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

While the CD published in 2002 featured the flute clock around 1800, this CD presents the larger flute works of the Biedermeier period. . With their collections of barrels these flute works document a pronounced fondness of the public for the opera.

The musical performance of the instruments had exceeded the limits of the small flute clocks, and with the possibility of playing barrels of up to 4 ½ minutes’ duration, arias could now be played at full length, and whole scenes – with some appropriate cuts – were set onto the barrels. The repertoire of the typical Viennese flute organ is dominated by Rossini in the early Biedermeier, although also composers like Boieldieu and others were in high esteem. From later composers, the CD presents works by Pacini, Bellini, Meyerbeer, Donizetti, and Mercadante. There are a number of indications that the arrangements were not done by just mechanically transferring the notes onto the barrels. Connecting passages are treated in very freely, while ritardandi and solo cadenzas within the arias and duets provide further details of the historical performance, which have not been preserved in the printed sources.

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Mechanische Musikinstrumente 4: Wiener Flötenwerke des Biedermeier


ISBN 978-3-7001-3274-5
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Dietrich Schüller - Helmut Kowar


Mechanische Musikinstrumente 4:
Wiener Flötenwerke des Biedermeier

Szenen und Arien aus Opern
Ausgewählt und kommentiert von Helmut Kowar



ISBN 978-3-7001-3274-5
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2004  OEAW PHA CD 21, Audio CD und Booklet mit 16 Seiten, Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv 21
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Dietrich Schüller
ist Leiter des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Helmut Kowar
ist Mitarbeiter des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Nach den Flötenuhren um 1800, dem Thema der vorhergehenden CD, werden nun hier die großen Flötenwerke der Biedermeierzeit vorgestellt.. Mit ihren zugehörigen Walzensammlungen dokumentieren diese Instrumente eine ganz ausgeprägte Vorliebe des damaligen Publikums für die Oper. Die Flötenwerke waren über das Niveau der zitatartigen kurzen Musikdarbietungen der kleinen Flötenuhr hinausgewachsen, mit einer Spieldauer von bis zu 4 ½ Minuten je Walze konnte man manche Arien zur Gänze abspielen oder längere Szenen – mit gewissen Kürzungen – bringen. Das Repertoire der typischen Wiener Flötenwerke des Biedermeier wird zunächst von Rossini beherrscht, daneben war beispielsweise auch noch Boieldieu sehr beliebt. Von den nachfolgenden Komponisten sind auf der CD Werke von Pacini, Bellini, Meyerbeer, Donizetti und Mercadante vertreten. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Bestiftung der Walzen nicht bloß eine mechanische Übernahme der Notenvorlage darstellt, sondern sich offensichtlich am gerade üblichen musikalischen Vortrag orientierte. Mit fließenden Übergängen, agogischen Freiheiten und Solokadenzen der Singstimmen in den Arien und Duetten überliefern die Flötenwerke die zeitgenössische Aufführungspraxis, wie sie kein Notentext mitteilen kann.

While the CD published in 2002 featured the flute clock around 1800, this CD presents the larger flute works of the Biedermeier period. . With their collections of barrels these flute works document a pronounced fondness of the public for the opera.

The musical performance of the instruments had exceeded the limits of the small flute clocks, and with the possibility of playing barrels of up to 4 ½ minutes’ duration, arias could now be played at full length, and whole scenes – with some appropriate cuts – were set onto the barrels. The repertoire of the typical Viennese flute organ is dominated by Rossini in the early Biedermeier, although also composers like Boieldieu and others were in high esteem. From later composers, the CD presents works by Pacini, Bellini, Meyerbeer, Donizetti, and Mercadante. There are a number of indications that the arrangements were not done by just mechanically transferring the notes onto the barrels. Connecting passages are treated in very freely, while ritardandi and solo cadenzas within the arias and duets provide further details of the historical performance, which have not been preserved in the printed sources.

In den Medien: 
  • TIBIA Heft 1/2008


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