Andreas Gottsmann


Venetien 1859–1866. Österreichische Verwaltung und nationale Opposition





ISBN 978-3-7001-3332-2
Print Edition
ISBN 978-3-7001-3582-1
Online Edition
Zentraleuropa-Studien 8  doi:10.1553/3-7001-3332-4 
2005  607 Seiten, broschiert 24x17 cm 
 
€  85,00   
     

Andreas  GOTTSMANN
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der ÖAW

In den Monaten nach dem verlorenen Krieg von 1859 sah sich Kaiser Franz Joseph gezwungen, den Forderungen der ökonomischen Eliten nach politischer Partizipation im Zentrum des Reiches und in den Ländern zumindest teilweise nachzukommen. Die neue Führungsschicht strebte einen konstitutionellen Rahmen an, in dem die wichtigsten liberalen Grundwerte verwirklicht werden sollten und das Staatsganze auf eine neue Grundlage gestellt wurde. Die Gründung des Königreichs Italien im Frühjahr 1861 und die stärker werdende italienische Nationalbewegung waren große politische Herausforderungen an das multiethnisch und mulitkulturell geprägte Habsburgerreich. Während man zunächst mit polizeistaatlichen Methoden reagierte, entschloss man sich ab 1861 dazu, die vom Reichsrat in Wien verabschiedeten und vom liberalen Denken geprägten Gesetze größtenteils auch in Venetien in Kraft zu setzen und auch im Kampf gegen die staatliche Opposition rechtsstaatliche Kriterien zu beachten. In den Schwerpunkten Bürokratie, Landesvertretung und Landesstatut, Kirche, Bildung und Kultur, politische Opposition, Emigration, Wirtschaft sowie Gesetzgebung wird ein Bild des italienischen Kronlandes in den Jahren vor seiner Abtretung gegeben. Es zeigt sich, dass die von der Regierung angestrebte und immer wieder proklamierte Integration Venetiens in das politische System der Habsburgermonarchie letztlich nicht gelang. Nichtsdestotrotz prägte die österreichische Verwaltung in den sechs Jahrzehnten der Zugehörigkeit Venetiens zur Habsburgermonarchie die Geschichte und Kultur des Landes nachhaltig.

In the months following the lost war of 1859, Emperor Franz Joseph found himself forced, at least in part, to concede to the demand of the economical elite to participate politically in the inner circles of the Empire and in the various states. The new ruling class strove for a constitutional framework in which the most important liberal basic values could be actualized and the State as a whole could be set on a new foundation. The founding of the Kingdom of Italy in the spring of 1861 and the rising Italian nationalist movement were a significant political challenge for the multiethnic and multicultural Habsburg Empire.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

Although police state methods were initially used to govern, it was decided in 1861 to put most of the liberal laws, which had been discarded by the government in Vienna, into force in Venice, and also to observe constitutional criteria in the fight against state opposition. Based on this background, it is attempted to portray the events and developments in the years from 1859 to 1866. A picture of the Italian provinces in the years before their relinquishment, with emphasis on bureaucracy, state representation and statutes, the church, education and culture, political opposition, emigration, economy and legislation, is presented. It will be shown that the government’s attempts, which were repeatedly proclaimed, to integrate Venice into the political system of the Hapsburg monarchy finally failed.

Bestellung/Order


Venetien 1859–1866. Österreichische Verwaltung und nationale Opposition


ISBN 978-3-7001-3332-2
Print Edition
ISBN 978-3-7001-3582-1
Online Edition


Send or fax to your local bookseller or to:

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2,
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 905-0 Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at
UID-Nr.: ATU 16251605, FN 71839x Handelsgericht Wien, DVR: 0096385

Bitte senden Sie mir
Please send me
 
Exemplar(e) der genannten Publikation
copy(ies) of the publication overleaf


NAME


ADRESSE / ADDRESS


ORT / CITY


LAND / COUNTRY


ZAHLUNGSMETHODE / METHOD OF PAYMENT
    Visa     Euro / Master     American Express


NUMMER

Ablaufdatum / Expiry date:                      

    I will send a cheque           Vorausrechnung / Send me a proforma invoice
 
DATUM, UNTERSCHRIFT / DATE, SIGNATURE

BANK AUSTRIA CREDITANSTALT, WIEN (IBAN AT04 1100 0006 2280 0100, BIC BKAUATWW, BLZ 11000), KONTO-NR. 00622 800 100, BAWAG/ÖSTERREICHISCHE POSTSPARKASSE, WIEN (IBAN AT976000000002365011, BIC OPSKATWW, BLZ 60000) KONTO-NR. 2365.011, DEUTSCHE BANK MÜNCHEN (IBAN DE16 7007 0024 0238 8270 00, BIC DEUTDEDBMUC, BLZ 70070024), KONTO-NR. 2388270
  Online Edition   Table of Contents 
Andreas Gottsmann


Venetien 1859–1866. Österreichische Verwaltung und nationale Opposition





ISBN 978-3-7001-3332-2
Print Edition
ISBN 978-3-7001-3582-1
Online Edition
Zentraleuropa-Studien 8  doi:10.1553/3-7001-3332-4 
2005  607 Seiten, broschiert 24x17 cm 
 
€  85,00   
     

Andreas  GOTTSMANN
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der ÖAW

In den Monaten nach dem verlorenen Krieg von 1859 sah sich Kaiser Franz Joseph gezwungen, den Forderungen der ökonomischen Eliten nach politischer Partizipation im Zentrum des Reiches und in den Ländern zumindest teilweise nachzukommen. Die neue Führungsschicht strebte einen konstitutionellen Rahmen an, in dem die wichtigsten liberalen Grundwerte verwirklicht werden sollten und das Staatsganze auf eine neue Grundlage gestellt wurde. Die Gründung des Königreichs Italien im Frühjahr 1861 und die stärker werdende italienische Nationalbewegung waren große politische Herausforderungen an das multiethnisch und mulitkulturell geprägte Habsburgerreich. Während man zunächst mit polizeistaatlichen Methoden reagierte, entschloss man sich ab 1861 dazu, die vom Reichsrat in Wien verabschiedeten und vom liberalen Denken geprägten Gesetze größtenteils auch in Venetien in Kraft zu setzen und auch im Kampf gegen die staatliche Opposition rechtsstaatliche Kriterien zu beachten. In den Schwerpunkten Bürokratie, Landesvertretung und Landesstatut, Kirche, Bildung und Kultur, politische Opposition, Emigration, Wirtschaft sowie Gesetzgebung wird ein Bild des italienischen Kronlandes in den Jahren vor seiner Abtretung gegeben. Es zeigt sich, dass die von der Regierung angestrebte und immer wieder proklamierte Integration Venetiens in das politische System der Habsburgermonarchie letztlich nicht gelang. Nichtsdestotrotz prägte die österreichische Verwaltung in den sechs Jahrzehnten der Zugehörigkeit Venetiens zur Habsburgermonarchie die Geschichte und Kultur des Landes nachhaltig.

In the months following the lost war of 1859, Emperor Franz Joseph found himself forced, at least in part, to concede to the demand of the economical elite to participate politically in the inner circles of the Empire and in the various states. The new ruling class strove for a constitutional framework in which the most important liberal basic values could be actualized and the State as a whole could be set on a new foundation. The founding of the Kingdom of Italy in the spring of 1861 and the rising Italian nationalist movement were a significant political challenge for the multiethnic and multicultural Habsburg Empire.

Although police state methods were initially used to govern, it was decided in 1861 to put most of the liberal laws, which had been discarded by the government in Vienna, into force in Venice, and also to observe constitutional criteria in the fight against state opposition. Based on this background, it is attempted to portray the events and developments in the years from 1859 to 1866. A picture of the Italian provinces in the years before their relinquishment, with emphasis on bureaucracy, state representation and statutes, the church, education and culture, political opposition, emigration, economy and legislation, is presented. It will be shown that the government’s attempts, which were repeatedly proclaimed, to integrate Venice into the political system of the Hapsburg monarchy finally failed.

In den Medien: 
  • CARINTHIA I 2007 (197. Jg.)
  • Cambridge Journals, Volume 40, 2009
  • Historischen Zeitschrift, Heft 290/1, 2010


Inhaltsverzeichnisse und Leseproben sind frei zugänglich. Tables of Contents and Reading examples are freely accessible.
Vergessen Sie nicht das Login am Server, wenn Sie auf Kapitel zugreifen wollen, die nicht allgemein zugänglich sind.
Links zu diesen Dokumenten werden erst nach dem Login sichtbar.
Do not forget to Login on the server if you want to access chapters that are not freely accessible.
Links to these documents will only be visible after logon.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at