Gertraud STURM


Leben für die Forschung:
Das Ethnologenehepaar Wilhelm und Marie Hein in Südarabien (1901/02)





ISBN 978-3-7001-3951-5
Print Edition
ISBN 978-3-7001-4037-5
Online Edition
Denkschriften der phil.-hist. Klasse 360 
Sammlung Eduard Glaser  15 
2007,  323 Seiten, zahlr. SW-Abb., 29,7x20,9cm, broschiert
€  57,70   

Gertraud Sturm
studierte Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien

Das vorliegende Buch behandelt das Leben und die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Wilhelm Hein unter besonderer Berücksichtigung seiner Forschungen in Südarabien von 1901 bis 1902. Das Werk des leider früh verstorbenen Hein wäre ohne die tatkräftige Mithilfe seiner Frau Marie – vor allem was die Ergebnisse der Expedition betrifft – in diesem Umfang wohl kaum möglich gewesen. Dem biografischen Teil vorangestellt ist eine Darstellung der Anthropologie und Ethnographie in Zentraleuropa im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Entwicklung der österreichischen Völkerkunde und Orientalistik während dieser Zeit wird am Beispiel einiger Forscher und wissenschaftlicher Institutionen, die sich um diesen Aspekt der Wissenschaft verdient gemacht hatten, gezeigt. Diese Einrichtungen waren hoch angesehen und fungierten als Netzwerke. Sie boten den Wissenschaftern geeignete Möglichkeiten für umfangreiche Forschungen. Einige Gelehrte waren mit ihren Entdeckungen in Arabien Vorbild für Wilhelm und Marie Hein und haben den Anstoß zu ihrer Reise gegeben. Die Expedition der Heins nach Südarabien, deren Ergebnisse und Auswirkungen sowie die später erfolgte Anerkennung ihrer Arbeit stehen im Mittelpunkt dieser Schrift. Zahlreiche Zitate aus Briefen und Dokumenten verschiedenster Quellen geben ein anschauliches Bild vom Leben und von der Arbeit dieses Forscherpaares. Die handschriftlichen Briefe, diverse Verzeichnisse ihrer umfangreichen Sammlung sowie Skizzen und Zeichnungen sind dem Anhang beigegeben. Der Anteil von Marie Hein an den wissenschaftlichen Studien ihres Mannes geht aus diesen Schriftstücken klar hervor. Erst ihre Arbeit ermöglichte eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken der beiden Forscher, deren Schaffen damit eine späte Anerkennung erfuhr.

This book features the scientific work of Dr. Wilhelm Hein and concentrates on his research in southern Arabia during the years 1901-1902. Dr. Hein's scientific findings would have been impossible without the active support of his wife, Marie. It was only with her assistance, after his early death, that the wide-ranging conclusions from his expedition could be drawn. This biography is set in the framework of Central European anthropology and ethnology at the end of the 19th century. The development of Austrian ethnology, ethnography and Oriental Studies during this period is demonstrated through descriptions of other researchers in these fields and related scientific institutions. These institutions were held in high esteem at the time, providing networks that offered scientists the necessary basis for their explorations and discoveries. Wilhelm and Marie Hein were exceptional examples among these scholarly explorers. The main body of the book describes the expedition of the Hein couple to southern Arabia, its subsequent results and their reception. A vivid picture of the life and work of the couple is represented by quotations from private letters and various other documents. The appendix contains copies of handwritten letters of the Heins, various notes and a number of sketches and illustrations. These documents clearly demonstrate the enormous role Marie Hein had in her husband's scientific investigations. Her work enabled the detailed analysis of the couple's life and impact, finding herewith a late acknowledgment.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

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Das Ethnologenehepaar Wilhelm und Marie Hein in Südarabien (1901/02)





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Das vorliegende Buch behandelt das Leben und die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Wilhelm Hein unter besonderer Berücksichtigung seiner Forschungen in Südarabien von 1901 bis 1902. Das Werk des leider früh verstorbenen Hein wäre ohne die tatkräftige Mithilfe seiner Frau Marie – vor allem was die Ergebnisse der Expedition betrifft – in diesem Umfang wohl kaum möglich gewesen. Dem biografischen Teil vorangestellt ist eine Darstellung der Anthropologie und Ethnographie in Zentraleuropa im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Entwicklung der österreichischen Völkerkunde und Orientalistik während dieser Zeit wird am Beispiel einiger Forscher und wissenschaftlicher Institutionen, die sich um diesen Aspekt der Wissenschaft verdient gemacht hatten, gezeigt. Diese Einrichtungen waren hoch angesehen und fungierten als Netzwerke. Sie boten den Wissenschaftern geeignete Möglichkeiten für umfangreiche Forschungen. Einige Gelehrte waren mit ihren Entdeckungen in Arabien Vorbild für Wilhelm und Marie Hein und haben den Anstoß zu ihrer Reise gegeben. Die Expedition der Heins nach Südarabien, deren Ergebnisse und Auswirkungen sowie die später erfolgte Anerkennung ihrer Arbeit stehen im Mittelpunkt dieser Schrift. Zahlreiche Zitate aus Briefen und Dokumenten verschiedenster Quellen geben ein anschauliches Bild vom Leben und von der Arbeit dieses Forscherpaares. Die handschriftlichen Briefe, diverse Verzeichnisse ihrer umfangreichen Sammlung sowie Skizzen und Zeichnungen sind dem Anhang beigegeben. Der Anteil von Marie Hein an den wissenschaftlichen Studien ihres Mannes geht aus diesen Schriftstücken klar hervor. Erst ihre Arbeit ermöglichte eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken der beiden Forscher, deren Schaffen damit eine späte Anerkennung erfuhr.

This book features the scientific work of Dr. Wilhelm Hein and concentrates on his research in southern Arabia during the years 1901-1902. Dr. Hein's scientific findings would have been impossible without the active support of his wife, Marie. It was only with her assistance, after his early death, that the wide-ranging conclusions from his expedition could be drawn. This biography is set in the framework of Central European anthropology and ethnology at the end of the 19th century. The development of Austrian ethnology, ethnography and Oriental Studies during this period is demonstrated through descriptions of other researchers in these fields and related scientific institutions. These institutions were held in high esteem at the time, providing networks that offered scientists the necessary basis for their explorations and discoveries. Wilhelm and Marie Hein were exceptional examples among these scholarly explorers. The main body of the book describes the expedition of the Hein couple to southern Arabia, its subsequent results and their reception. A vivid picture of the life and work of the couple is represented by quotations from private letters and various other documents. The appendix contains copies of handwritten letters of the Heins, various notes and a number of sketches and illustrations. These documents clearly demonstrate the enormous role Marie Hein had in her husband's scientific investigations. Her work enabled the detailed analysis of the couple's life and impact, finding herewith a late acknowledgment.



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