Jan KOSTENEC - Alexander ZÄH (Hg.)


Wissenschaftlicher Nachlass der deutsch-böhmischen archäologischen Expedition nach Lykaonien, Ostpamphylien und Isaurien (Kleinasien), durchgeführt im Jahre 1902




Jan KOSTENEC
ist Spezialist für byzantinische Archäologie

Alexander ZÄH
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kleinasiatischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main



ISBN 978-3-7001-6497-5 Print Edition
ISBN 978-3-7001-7178-2 Online Edition

Denkschriften der phil.-hist. Klasse 393 
Ergänzungsbände zu den Tituli Asiae Minoris  26 
2011,  131 Seiten, mit Karte und zahlr. Abb. 29,7x21cm, broschiert,
€  40,00   

Durch eine Verkettung glücklicher Umstände und Zufälle und freundlicher internationaler Zusammenarbeit gelang es den Herausgebern Teile des langen verloren geglaubten Nachlasses der im Jahre 1902 von der „Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft Kunst und Kultur in Böhmen“ nach Kleinasien ausgesandten archäologischen Expedition zu ermitteln. Dieser wurde im Jahre 2006 zum einem im Stadtarchiv von Prag, zum anderen im Nachlaß des ehemaligen Expeditionsmitglieds, dem Balkanologen und Linguisten Professor Carl Ludwig Patsch (1865–1945) im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München ermittelt. Relevante Materialien daraus können nun in ­Auszügen erstmals in einer – beide Nachlässe verknüpfenden – Edition publik gemacht werden. Es handelt sich um zahlreiche unbekannte und zeitgeschichtlich wertvolle ­Dokumente, Briefe, Korrespondenz und historische Fotografien der Expedition, welche die historischen Landschaften und antiken Provinzen von Isaurien, Lykaonien und Ost-Pamphylien berührte. Ausgangs- und Endpunkt der damaligen Reise war die zentralanatolische Stadt Konya – das alte Ikonion. Die Expedition stand unter der Leitung des Prager Altphilologen Heinrich Swoboda (1856–1926) der Deutschen Universität Prag. Erste Ergebnisse wurden schon 1902 und 1903 bekannt gemacht und u.a. für das erste visionäre Buch zum kleinasiatischen Kirchenbau „Klein­asien. Ein Neuland der Kunstgeschichte, Leipzig 1903“ des berühmten Wiener Kunsthistorikers Josef Strzygowski (1862–1941) verwendet. Die Publikation enthält zahlreiches bisher unbekanntes Material und hilft mit zu erklären, warum die Abschlußpublikation, die durch Professor Josef Keil (1878–1963) bewerkstelligt wurde, erst im Jahre 1935 in Prag veröffentlicht werden konnte. Neben dem zeithistorisch dokumentarischen Wert ist dies ein Beitrag zur auch den Zustand der Wissenschaft in den deutsch-böhmischen Ländern der Donaumonarchie und im Sudetenland zu Beginn des 20. Jhs. und zwischen den Weltkriegen.
Gedruckt mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

A chain of fortunate circumstances and accidents combined with cordial international collaboration enabled the editors are to locate the materials, long feared to have been lost, left by the 1902 archaeological expedition sent to Asia Minor by the Society for the Promotion of German Science, Art and Culture in Bohemia. In 2006, some of the materials were found in the Prague City Archives, and others in the estate of the former expedition member, the balkanologist and linguist Carl Ludwig Patsch (1865–1945), in the Bavarian Main State Archives in Munich. This present edition publishes relevant extracts from this collection for the first time, linking the two sets of materials with each other. The volume contains numerous unknown and historically valuable documents, letters, correspondence and historic photographs of the expedition, which visited the historical landscapes and ancient provinces of Isauria, Lykaonia und East Pamphylia. Alongside the historical documentary value, this volume is a contribution to the history of science, thereby illuminating inter alia the state of knowledge in the German Bohemian territories of the Austro-Hungarian Empire and in the Sudetenland at the beginning of the 20th century and between the World Wars.
Printed with the support of the Fund for the Promotion of Academic Research.

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Wissenschaftlicher Nachlass der deutsch-böhmischen archäologischen Expedition nach Lykaonien, Ostpamphylien und Isaurien (Kleinasien), durchgeführt im Jahre 1902


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Alexander ZÄH
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kleinasiatischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Durch eine Verkettung glücklicher Umstände und Zufälle und freundlicher internationaler Zusammenarbeit gelang es den Herausgebern Teile des langen verloren geglaubten Nachlasses der im Jahre 1902 von der „Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft Kunst und Kultur in Böhmen“ nach Kleinasien ausgesandten archäologischen Expedition zu ermitteln. Dieser wurde im Jahre 2006 zum einem im Stadtarchiv von Prag, zum anderen im Nachlaß des ehemaligen Expeditionsmitglieds, dem Balkanologen und Linguisten Professor Carl Ludwig Patsch (1865–1945) im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München ermittelt. Relevante Materialien daraus können nun in ­Auszügen erstmals in einer – beide Nachlässe verknüpfenden – Edition publik gemacht werden. Es handelt sich um zahlreiche unbekannte und zeitgeschichtlich wertvolle ­Dokumente, Briefe, Korrespondenz und historische Fotografien der Expedition, welche die historischen Landschaften und antiken Provinzen von Isaurien, Lykaonien und Ost-Pamphylien berührte. Ausgangs- und Endpunkt der damaligen Reise war die zentralanatolische Stadt Konya – das alte Ikonion. Die Expedition stand unter der Leitung des Prager Altphilologen Heinrich Swoboda (1856–1926) der Deutschen Universität Prag. Erste Ergebnisse wurden schon 1902 und 1903 bekannt gemacht und u.a. für das erste visionäre Buch zum kleinasiatischen Kirchenbau „Klein­asien. Ein Neuland der Kunstgeschichte, Leipzig 1903“ des berühmten Wiener Kunsthistorikers Josef Strzygowski (1862–1941) verwendet. Die Publikation enthält zahlreiches bisher unbekanntes Material und hilft mit zu erklären, warum die Abschlußpublikation, die durch Professor Josef Keil (1878–1963) bewerkstelligt wurde, erst im Jahre 1935 in Prag veröffentlicht werden konnte. Neben dem zeithistorisch dokumentarischen Wert ist dies ein Beitrag zur auch den Zustand der Wissenschaft in den deutsch-böhmischen Ländern der Donaumonarchie und im Sudetenland zu Beginn des 20. Jhs. und zwischen den Weltkriegen.
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