Şule Pfeiffer-Taş


Funde und Befunde aus dem Schachtbrunnen im Hamam III in Ayasuluk/Ephesos

Eine schamanistische Bestattung des 15. Jahrhunderts


Sule Pfeiffer-Tas
war bis 2007 Stellvertreterin der Grabungsleitung von Ephesos, ist freie Mitarbeiterin am Institut für Kulturgeschichte der Antike der ÖAW und Dozentin für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt selcukisch-osmanische Kunst und Archäologie an der Atilim Universität in Ankara



ISBN 978-3-7001-6763-1 Print Edition
ISBN 978-3-7001-6919-2 Online Edition

Archäologische Forschungen 16 
Denkschriften der phil.-hist. Klasse  389 
2010,  96 Seiten, zahlreiche Farb- und SW-Abb., 29,7x21cm, broschiert, mit Register
€  31,20   

Die vorliegende Publikation der Funde und Befunde aus einem Schachtbrunnen und einer Grabung vor dem Präfurnium des sog. Hamam III in Ayasuluk/Ephesos macht eine bisher singuläre Bestattung bekannt, welche aus mehreren Gründen besonderes Interesse verdient. Die beiden menschlichen Individuen aus dem Schachtbrunnen, die gemeinsam mit einem edlen Reitpferd und einem Hund um die Mitte des 15. Jahrhunderts nach offensichtlicher Schändung der Leichen beigesetzt wurden und die beider seits des Präfurniums im damals schon aufgegebenen Hamam aufgestellten zwei Pferdeschädel sind vor einem schamanisti schen Hintergrund zu verstehen, der bei den Turkvölkern in vorosmanischer Zeit mehrfach dokumentiert ist und auf alte Wurzeln zurückgeht. Damit erhellt der Befund die historischen und kulturellen Umbrüche, die den Beginn der osmanischen Herrschaft in Ayasuluk kennzeichnen. In Zusammenarbeit von Archäologie, Anthropologie, historischer Veterinärmedizin und Chemie werden alle Fundgruppen untersucht und das Spektrum der Probleme, die sich aus der Sachlage ergeben, nachvollziehbar aufbereitet. Trotz des teilweise hypothetischen Charakters der vorgelegten Interpretationen ist die Publikation dieses interessanten Befundes vor der Publikation der Gesamtergebnisse dieser Badeanlage angezeigt, weil dadurch weiter führende Frage stellungen neue Impulse erfahren können.

This volume, which examines the findings in a shaft well and an excavation in front of the praefurnium of the Hamam III in Ayasuluk/Ephesus, provides information about an as yet unique burial site that is interesting for a number of reasons. The well was the site of a mid-15th century burial of two bodies, which clearly had been desecrated, together with a noble riding horse and a dog. In addition, two horses’ skulls were found on either side of the praefurnium of the hamam, which had already been abandoned at that time. These findings must be seen in the context of shamanism, which has been documented for Turkic peoples in the pre-Ottoman period and can be traced to early roots. The findings demonstrate the historic and cultural changes characteristic for the early period of Ottoman rule in Ayasuluk. A wide number of questions are presented by the findings and thus, each group of artefacts underwent archaeological, anthropological, historical veterinary and chemical analyses. Although the interpretations offered here are in part hypothetical, publishing these interesting findings prior to presenting the final results of the entire hamam site seems important, as it will give a new impetus for further research.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

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Funde und Befunde aus dem Schachtbrunnen im Hamam III in Ayasuluk/Ephesos


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Die vorliegende Publikation der Funde und Befunde aus einem Schachtbrunnen und einer Grabung vor dem Präfurnium des sog. Hamam III in Ayasuluk/Ephesos macht eine bisher singuläre Bestattung bekannt, welche aus mehreren Gründen besonderes Interesse verdient. Die beiden menschlichen Individuen aus dem Schachtbrunnen, die gemeinsam mit einem edlen Reitpferd und einem Hund um die Mitte des 15. Jahrhunderts nach offensichtlicher Schändung der Leichen beigesetzt wurden und die beider seits des Präfurniums im damals schon aufgegebenen Hamam aufgestellten zwei Pferdeschädel sind vor einem schamanisti schen Hintergrund zu verstehen, der bei den Turkvölkern in vorosmanischer Zeit mehrfach dokumentiert ist und auf alte Wurzeln zurückgeht. Damit erhellt der Befund die historischen und kulturellen Umbrüche, die den Beginn der osmanischen Herrschaft in Ayasuluk kennzeichnen. In Zusammenarbeit von Archäologie, Anthropologie, historischer Veterinärmedizin und Chemie werden alle Fundgruppen untersucht und das Spektrum der Probleme, die sich aus der Sachlage ergeben, nachvollziehbar aufbereitet. Trotz des teilweise hypothetischen Charakters der vorgelegten Interpretationen ist die Publikation dieses interessanten Befundes vor der Publikation der Gesamtergebnisse dieser Badeanlage angezeigt, weil dadurch weiter führende Frage stellungen neue Impulse erfahren können.

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