Efthymia BRAOUNOU-PIETSCH


Beseelte Bilder

Epigramme des Manuel Philes auf bildliche Darstellungen



ISBN 978-3-7001-6889-8
Print Edition
ISBN 978-3-7001-6973-4
Online Edition
Veröffentlichungen zur Byzanzforschung 26 
Denkschriften der phil.-hist. Klasse  416 
2011,  304 Seiten, 29,7x21cm
€  82,80   

Efthymia  BRAOUNOU-PIETSCH
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien

Der byzantinische Berufsdichter Manuel Philes (ca. 1270 bis nach 1332) komponierte im Auftrag der Mächtigen seiner Zeit zahlreiche Gelegenheitsdichtungen, darunter auch etwa 500 Epigramme auf bildliche – meistens religiöse – Darstellungen. Das Studium dieser Epigramme unter literarischem Gesichtspunkt liefert Erkenntnisse über die Arbeitsweise des Dichters und die Literarästhetik seiner Zeit. Dies gilt beispielsweise für die wiederkehrenden Stilmittel und Techniken, die der Dichter bei der Gestaltung seiner Verse verwendet. Hierzu gehört das Stilmittel des "beseelten Bildes, wobei der Dichter das Bild nicht nur als lebensecht, sondern sogar als lebend beschreibt. Das "beseelte Bild" kommt in 119 Epigrammen des Manuel Philes vor, die im Rahmen der vorliegenden Arbeit behandelt werden. Neben einer neuen kritischen Textedition und einer Übersetzung ins Deutsche werden sie vor ihrem literarhistorischen, theologischen und kunsthistorischen Hintergrund betrachtet und als Dichtung gewürdigt. Untersucht wird insbesondere das Verhältnis zwischen Epigrammen auf Bilder und der literarischen Form der Ekphrasis, das Verhältnis zwischen dem Konzept des "beseelten Bildes" und der orthodoxen Bildertheologie, wie auch die ästhetische Rezeption von religiösen Bildern als Kunst- und Kultobjekten. Das Stilmittel des "beseelten Bildes" ist bekanntermaßen ein antiker topos, aber in der byzantinischen Epigrammatik ist es nur sporadisch belegt. Manuel Philes scheint der einzige Byzantiner zu sein, der das "beseelte Bild" in großem Umfang verwendet, wobei ihm die Anthologia Planudea als Inspirationsquelle diente. Das "beseelte Bild" ist zwar aus der antiken Literatur übernommen, jedoch keineswegs als leerer topos zu verstehen; es wird vielmehr den veränderten kulturellen Bedingungen des spätbyzantinischen Kontextes angepasst.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

The Byzantine professional poet Manuel Philes (c. 1270- after 1335) created a substantial corpus of occasional poems commissioned by rich and powerful people of his time. Among them are some 500 epigrams on images - most of them religious, some secular. A classification of the epigrams by literary criteria will help their study and appreciation. One recurrent technique of composition is the traditional topos of the "living picture", where the picture is described not just as life-like but as living. The present monogaph treats 119 epigrams composed on the basis of this topos and its variations. It encompasses a new critical edition, German translation, commentary and literary interpretation. The latter deals especially with the relationship between epigrams on icons and the literary form of ekphrasis of works of art, the relationship between the notion of the "living picture" and the theory of icons in orthodox theology, as well as the reception of icons as objects of art and cult in a Byzantine context. Philes' use of the "living picture" topos is revealing for the literary aesthetics of his time. While of course reaching back well into ancient Greek rhetoric and poetry, this ancient topos is otherwise employed only rarely in Byzantine epigrams. Philes seems to be the first Byzantine epigrammatist to make extensive use of it, while the Anthologia Planudea serves as his source of inspiration. Yet, Philes is not just copying the ancient literary topos, which had lost its original meaning in the byzantine cultural context, but he adapts it to his contemporary cultural conditions.

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Efthymia  BRAOUNOU-PIETSCH
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Der byzantinische Berufsdichter Manuel Philes (ca. 1270 bis nach 1332) komponierte im Auftrag der Mächtigen seiner Zeit zahlreiche Gelegenheitsdichtungen, darunter auch etwa 500 Epigramme auf bildliche – meistens religiöse – Darstellungen. Das Studium dieser Epigramme unter literarischem Gesichtspunkt liefert Erkenntnisse über die Arbeitsweise des Dichters und die Literarästhetik seiner Zeit. Dies gilt beispielsweise für die wiederkehrenden Stilmittel und Techniken, die der Dichter bei der Gestaltung seiner Verse verwendet. Hierzu gehört das Stilmittel des "beseelten Bildes, wobei der Dichter das Bild nicht nur als lebensecht, sondern sogar als lebend beschreibt. Das "beseelte Bild" kommt in 119 Epigrammen des Manuel Philes vor, die im Rahmen der vorliegenden Arbeit behandelt werden. Neben einer neuen kritischen Textedition und einer Übersetzung ins Deutsche werden sie vor ihrem literarhistorischen, theologischen und kunsthistorischen Hintergrund betrachtet und als Dichtung gewürdigt. Untersucht wird insbesondere das Verhältnis zwischen Epigrammen auf Bilder und der literarischen Form der Ekphrasis, das Verhältnis zwischen dem Konzept des "beseelten Bildes" und der orthodoxen Bildertheologie, wie auch die ästhetische Rezeption von religiösen Bildern als Kunst- und Kultobjekten. Das Stilmittel des "beseelten Bildes" ist bekanntermaßen ein antiker topos, aber in der byzantinischen Epigrammatik ist es nur sporadisch belegt. Manuel Philes scheint der einzige Byzantiner zu sein, der das "beseelte Bild" in großem Umfang verwendet, wobei ihm die Anthologia Planudea als Inspirationsquelle diente. Das "beseelte Bild" ist zwar aus der antiken Literatur übernommen, jedoch keineswegs als leerer topos zu verstehen; es wird vielmehr den veränderten kulturellen Bedingungen des spätbyzantinischen Kontextes angepasst.

The Byzantine professional poet Manuel Philes (c. 1270- after 1335) created a substantial corpus of occasional poems commissioned by rich and powerful people of his time. Among them are some 500 epigrams on images - most of them religious, some secular. A classification of the epigrams by literary criteria will help their study and appreciation. One recurrent technique of composition is the traditional topos of the "living picture", where the picture is described not just as life-like but as living. The present monogaph treats 119 epigrams composed on the basis of this topos and its variations. It encompasses a new critical edition, German translation, commentary and literary interpretation. The latter deals especially with the relationship between epigrams on icons and the literary form of ekphrasis of works of art, the relationship between the notion of the "living picture" and the theory of icons in orthodox theology, as well as the reception of icons as objects of art and cult in a Byzantine context. Philes' use of the "living picture" topos is revealing for the literary aesthetics of his time. While of course reaching back well into ancient Greek rhetoric and poetry, this ancient topos is otherwise employed only rarely in Byzantine epigrams. Philes seems to be the first Byzantine epigrammatist to make extensive use of it, while the Anthologia Planudea serves as his source of inspiration. Yet, Philes is not just copying the ancient literary topos, which had lost its original meaning in the byzantine cultural context, but he adapts it to his contemporary cultural conditions.



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