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Wozu Wissenschaftsgeschichte?
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Nachdenken über die Geschichte unserer Tätigkeit ist heute vor allem unter dem Gesichtspunkt der gesellschaftlichen Bedeutung von Wissenschaft aktuell. Die Rolle der Wissenschaft in der Vergangenheit kann dabei zu ihrer Bestimmung in der Zukunft wesentlich beitragen. |
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
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Wozu Wissenschaftsgeschichte? - Ziele und Wege, pp. 1-16, 2019/07/23
Internationales Symposium,
29.-30.März 2019,
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Der Beitrag beschäftigt sich mit wirkmächtigen und für den Austausch mit den anderen Wissenschaften zentralen Stellungnahmen der Wissenschaftsphilosophie zur Psychoanalyse. In einem ersten Schritt wird erläutert, dass die spezifische Forschung der Psychoanalyse nicht lediglich nach außen, sondern unerwarteter Weise auch nach innen in der psychoanalytic community selbst weitgehend unbekannt geblieben ist. In der Folge wird aufgezeigt, dass gerade die Berücksichtigung der breitgefächerten Forschungsgeschichte der Psychoanalyse für ein treffendes wissenschaftshistorisches Verständnis der Disziplin unerlässlich ist. Es wird in den Mittelpunkt gestellt, dass es weder im Bezugsrahmen der tradierten Dilthey’schen Dichotomie von Natur- und Geisteswissenschaften noch im Rahmen der Theorie der Einheit der Wissenschaft genügend Ansatzpunkte gibt, sich der Psychoanalyse wissenschaftsphilosophisch anzunähern und dass erst die Jerry Fodor’sche Theorie der Spezialwissenschaften wissenschafts-philosophische Untersuchungen ermöglicht, die der spezifischen Beschaffenheit der Disziplin gerecht werden.