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DIE TÜRBE IM ARTEMISION
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DIE TÜRBE IM ARTEMISION, pp. , 2025/01/31
Das in dieser Publikation kontextuell und interdisziplinär vorgelegte türkische Grabdenkmal liegt zentral im Temenos der Artemis von Ephesos. Die archäologischen Forschungen im Artemision beschränkten sich lange Zeit auf die griechischen Epochen sowie auf den Tempel und seinen Altar, wohingegen der römischen Kaiserzeit und der Spätantike, aber auch der Topografie des Heiligtums generell nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Kaum Berücksichtigung fanden daher auch die Verfallsgeschichte des Heiligtums und die späteren Nutzungen des Areals. Erst im Rahmen einer in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts implementierten Analyse der mittelalterlich-neuzeitlichen Stadt Ayasuluk wurde ein holistischer interdisziplinärer Forschungsansatz gewählt, mit dem Ziel, sämtliche Siedlungsphasen vom Ausgang der Antike bis zum Einsetzen der archäologischen Grabungen im 19. Jahrhundert zu erfassen. Ausgehend von den bekannten und sichtbaren Monumenten wurde eine umfassende Untersuchung von Topografie, Chronologie und Funktion der Siedlung in Angriff genommen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf eine umfassende kulturhistorische Auswertung der verschiedenen Quellengattungen gelegt, um ein möglichst ganzheitliches Bild der Stadt Ayasuluk zu gewinnen. Unter diesen Prämissen sind auch die Untersuchungen an der Türbe im Artemision zu verstehen. Ausgehend von einem Monument wurde der Siedlungsplatz unter verschiedenen Aspekten analysiert und dadurch ein wesentlicher Beitrag zur Erforschung der nachantiken Siedlungsgeschichte von Ephesos geleistet.