• Institut für Stadt- und Regionalforschung (ISR)

ISR-BULLETIN

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Das ISR betreibt anwendungsoffene, raumwissenschaftliche Grundlagenforschung im Bereich der Stadt- und Regionalforschung. Diese ist an der Schnittstelle von international ausgerichteter Grundlagenforschung und aktuellen Gesellschaftsfragen angesiedelt. Das ISR ist bestrebt, die zentralen wissenschaftlichen Ergebnisse, die häufig nur in englischsprachigen Fachzeitschriften erscheinen, auch außerhalb der wissenschaftlichen Community zu verbreiten. Daher wird ein neues Format – der ISR-Bulletin – herausgegeben, um die interessierte Öffentlichkeit, Vertreter/innen aus Planung, Politik und Praxis direkt anzusprechen.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
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ISBN 978-3-7001-9048-6
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ÖFFENTLICHER RAUM, INKLUSION UND EXKLUSION

    Miriam Haselbacher, Ursula Reeger

ISR-Bulletin, pp. , 2025/11/25

doi: 10.1553/isr-bulletin24-01


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Abstract

Der öffentliche Raum in der Stadt ist eine wichtige Sphäre der Begegnung und der Aushandlung von Zugehörigkeit. Die Qualität des Zusammenlebens hängt nicht zuletzt von den täglichen Begegnungen im öffentlichen Raum ab. Die räumliche Dimension ist ein zentrales Element, um den „sozialen Kitt“ kohäsiver Gesellschaften zu verstehen. Die vielfältigen Prozesse der Polarisierung, die städtische Gesellschaften derzeit erleben, gehen einher mit einer fortschreitenden Einschränkung des öffentlichen Raums durch Versicherheitlichung, das Verschwinden nichtkommerzieller Räume und Segregation. Dies spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie Individuen (Mikroebene) und Gruppen (Mesoebene) die Grenzen der Zugehörigkeit kontrollieren, nicht zuletzt in Bezug auf immer radikalere Konzepte eines „Wir“ und „die Anderen“. Der Zugang zum öffentlichen Raum sowie seine Qualität sind Schlüsselaspekte, und ein Mangel daran ist oft die Ursache für Unzufriedenheit, die sich nicht zuletzt in Form von Radikalisierung ausdrücken kann.