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ISR-BULLETIN
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ISR-Bulletin, pp. , 2025/12/12
Die residentielle Segregation, also die ungleiche Verteilung von Bevölkerungsgruppen, ist ein konstitutives Merkmal der Stadt. Insbesondere in der europäischen Stadt existieren sehr kleinräumige Muster der Segregation: innerhalb eines Häuserblocks, selbst innerhalb eines Wohngebäudes finden sich oft sehr unterschiedliche soziale Gruppen. Diese kleinräumige Segregation wird maßgeblich über den Wohnungs-markt gesteuert: unterschiedliche Marktsegmente (etwa Miete, Eigentum, sozialer Wohnbau) haben unter-schiedliche Zugangsbarrieren und sind für verschiedene soziale Gruppen zugänglich. Damit hat die Zusammensetzung der Wohnungsmarktsegmente in einem Quartier einen Einfluss auf dessen Sozialstruktur und Segregationsmuster. Diese Grundidee greift die vorliegende Fallstudie auf, die auf kleinräumiger Ebene den Effekt der Wohnungsmarktsegmentierung auf die Einkommensungleichheit im 6. und 7. Wiener Gemeindebezirk untersucht.