• Institut für Stadt- und Regionalforschung (ISR)

ISR-BULLETIN

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Das ISR betreibt anwendungsoffene, raumwissenschaftliche Grundlagenforschung im Bereich der Stadt- und Regionalforschung. Diese ist an der Schnittstelle von international ausgerichteter Grundlagenforschung und aktuellen Gesellschaftsfragen angesiedelt. Das ISR ist bestrebt, die zentralen wissenschaftlichen Ergebnisse, die häufig nur in englischsprachigen Fachzeitschriften erscheinen, auch außerhalb der wissenschaftlichen Community zu verbreiten. Daher wird ein neues Format – der ISR-Bulletin – herausgegeben, um die interessierte Öffentlichkeit, Vertreter/innen aus Planung, Politik und Praxis direkt anzusprechen.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
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ISBN 978-3-7001-9048-6
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VERTIKALE SEGREGATION DIE VERTIKALE PREISDIFFERENZIERUNG IN WIENER WOHNHOCHHÄUSERN

    Robert Musil, Walter Matznetter

ISR-Bulletin, pp. , 2026/01/07

doi: 10.1553/isr-bulletin22-04


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Abstract

Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien – sei es zu Wohnzwecken oder als Anlageobjekt – hat in Wien zu einem enormen Bauboom geführt, der 2021 voraussichtlich einen Höhepunkt erreicht hat. Im Zuge dieser Entwicklung ist ein für Wien neuer Bautypus entstanden: das Eigentums-Wohnhochhaus. Dieses weist aus Sicht der Immobilienentwickler eine Reihe von Vorteilen auf: Erstens lassen sich mit der Bauhöhe, die in der Regel über 70 Meter liegt, die hohen Grundstückspreise kompensieren; zweitens er-möglichen auch Projekte in Ungunstlagen – insbesondere in den höheren Stockwerken – Verkaufspreise, die dem Niveau der Wiener Innenstadt entsprechen. Drittens sind Eigentumswohnungen in Hochhäusern – aufgrund der Gebäudearchitektur, der Sichtbarkeit in der Stadt und letztlich aufgrund des Images – ein gut vermarktbares bzw. stark nachgefragtes Wohnungsmarktsegment. Damit ist die Lokalisation in einem bestimmten Stockwerk je nach Wohnung nicht nur Vermarktungsstrategie, sondern auch ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor, der in einer zunehmenden vertikalen Preisdifferenzierung Ausdruck findet. Somit ist in diesem neuen, spezifischen Wohnungsmarktsegment weniger die Lage im Stadtraum, sondern die Höhenlage einer Wohnung mit ihrer Aussicht bestimmender Preisfaktor.