• Institut für Stadt- und Regionalforschung (ISR)

ISR-BULLETIN

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Das ISR betreibt anwendungsoffene, raumwissenschaftliche Grundlagenforschung im Bereich der Stadt- und Regionalforschung. Diese ist an der Schnittstelle von international ausgerichteter Grundlagenforschung und aktuellen Gesellschaftsfragen angesiedelt. Das ISR ist bestrebt, die zentralen wissenschaftlichen Ergebnisse, die häufig nur in englischsprachigen Fachzeitschriften erscheinen, auch außerhalb der wissenschaftlichen Community zu verbreiten. Daher wird ein neues Format – der ISR-Bulletin – herausgegeben, um die interessierte Öffentlichkeit, Vertreter/innen aus Planung, Politik und Praxis direkt anzusprechen.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
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ISBN 978-3-7001-9048-6
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ERSCHWINGLICHER WOHNRAUM FÜR VIELE, ABER NICHT FÜR ALLE ZUWANDERUNG UND DER WIENER WOHNUNGSMARKT

    Ursula Reeger, Yvonne Franz

ISR-Bulletin, pp. , 2026/01/07

doi: 10.1553/isr-bulletin21-06


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Abstract

Die Bevölkerungsentwicklung Wiens kann in den letzten Jahrzehnten durchaus als dynamisch bezeichnet werden. Die Stadt ist von Wachstum – vor allem durch Zuwanderung aus dem Ausland – geprägt. Derzeit hat Wien rund 1,9 Millionen EinwohnerInnen, von denen 37% im Ausland geboren wurden (Statistik Austria, Bevölkerungsstatistik). Die Gruppe der Zugewanderten ist sehr vielfältig sowohl im Hinblick auf die Herkunftsländer, als auch bezüglich individueller ökonomischer und legaler Ressourcen sowie in Bezug auf die intendierte Aufenthaltsdauer. So kommen Menschen mit Fluchtbiographie ebenso wie SaisonarbeiterInnen, Studierende, MitarbeiterInnen von internationalen Konzernen und Organisationen, Pflegekräfte und andere ArbeitsmigrantInnen nach Wien. Sie eint vor allem eines: Sie alle benötigen Wohnraum und treffen auf einen Wohnungsmarkt, dessen Teilmärkte von stark unterschiedlichen und teilweise rigiden Zugangsvoraussetzungen geprägt sind. Im Rahmen des Forschungsprojekts HOUSE-IN geht das ISR in einem vergleichenden Ansatz der Frage nach, ob und wie das Zusammenspiel von Zuwanderung, Wohnen und Integration funktioniert. Im ersten Schritt werden die Bedingungen zum Eintritt in den Wohnungs-markt einer Analyse unterzogen.